4 Wochen lang habe ich es jetzt gelesen. Es war mein Begleiter wenn ich baden ging, wenn ich allein im Bett lag, und auf dem Spielplatz.
Die Autorin hat eine sehr witzige Art zu schreiben und ich musste wirklich oft schmunzeln.
Noch dazu sind die immerwieder süßen Zeichnungen und die Kästchen mit den Tips oder Zusammenfassungen perfekt für einen guten Elternratgeber.
Mutter sein ist die schönste Sache der Welt - aber auch nicht immer
leicht. Gerade am Anfang, wenn das Baby schreit und die Nerven blank
liegen.
Überschwänglich, voller Ideen, sprudelnd vor Liebe oder übermüdet,
erschöpft und verunsichert - Constanze von Gersdorff-Hucho kennt diese
Situationen als Mutter zweier Kinder. Was sie selbst daraus gelernt hat,
gibt sie nun als Rat an andere Mütter weiter.
"Mamas Glücksbuch": verständnisvolle, aufmunternde und tröstende Worte
für Mütter im Stress, liebevoll, freundschaftlich, von Mutter zu Mutter.
Keine Regeln, sondern befreiende Anregungen und Inspirationen zur
Gelassenheit in sämtlichen Lagen, denn manchmal braucht es einfach nur
eine Packung Vertrauen.
Ich möchte euch ein paar Textausschnitte aus dem Buch zeigen und darunter etwas in meinen Worten schreiben, welche ich mit einem - (minus) beginne.
''Falls die perfekte Mutter nun die ist, die jeden Blick ihres Kindes sofort richtig deuten kann, stets angemessen reagiert und grundsätzlich schön ruhig bleibt in brenzligen Situationen, dazu schlank und rank ist (um nicht zu sagen: total sexy), bei der Geburt fröhlich lächelte, kurz vorm Wiedereinstieg in den Job steht, dabei bereits wieder schwanger ist, alle Erfolge in ihrem selbstprogrammierten Blog präsentiert, die Nächte mit ihrem Liebsten auf Partys verbringt, Drei Gänge Babymenüs serviert und keine Zweifel kennt - Dann kann man guter Dinge sagen: Die gibts nicht.''
''Deine Familie, deine Freunde, deine Kollegen und auch du selbst sehen dich lieber glücklich und entspannt als unglücklich und gestresst auf dem Weg zur Perfektion.
Es ist so angenehm sich vom Wunsch perfekt zu sein zu lösen - probiers aus!''
- Viele, viele Mütter versuchen die Beste zu sein. Weil sie denken, dass die oben Beschriebene Mutter die Beste ist.
Man erfindet tolle Geschehnisse, die nie passiert sind. Man übertreibt.
Alles nur um super dazustehen.
Ist mir auch oft 'passiert'. Ich hab mich früher hin und wieder davon leiten lassen, mich ein bisschen zu verstellen.
Besser als andere zu sein. Oder eben so zu sein, wie man es als 'die Perfekte Mutter' sein muss.
Mein Blog gleichte einem bunten Regenbogen mit tausend Seifenblasen.
Bis ich irgendwann anfing, auch die weniger schönen Dinge auszusprechen.
Denn diese machen mich nicht weniger gut. Im Gegenteil. Sie zeigen wie ehrlich, mutig und glücklich ich bin.
Egal wie du bist, für deine Kinder bist du die allerbeste Mutter.
Du meisterst jeden Tag Großartiges und liebst sie bis zum Mond. Besser geht's doch garnicht?!
''Gibt es etwas schöneres auf der Welt, als auf einer Kuscheldecke neben dem süßesten Baby der gesamten Menschheit zu liegen und sein atemberaubendes Wachstum durch liebevolles Schäkern und Kichern zu begleiten?
Ja. Zb mit einer Freundin um Mitternacht endlich wieder ins Cafe zu gehen, mit Fred gefühlte drei Std ungestört zu baden (wer ist bitteschön Fred?!), einen geistreichen und anerkannten Job zu erledigen und dafür Geld zu bekommen (wow!) - und danach: gerne wierder auf der Kuscheldecke das Baby genießen.
- Ouuuuh ja! Sie spricht mir aus der Seele! Gerade als Alleinerziehende leider oft nicht möglich...
Und noch schlimmer ist es, wenn man frisch verliebt ist!
''Manchmal stoßen wir an unsere Grenzen und sehnen uns nach so vielem: nach einer Gruppe helfenden Miteinanders, nach jemandem, der uns im schlimmsten Trubel in den Arm nimmt, nach kleinen Inseln wolkiger Erholung, nach herzlichem Austausch und zwischendurch auch einfach nur nach wieder-mal-alleine sein.''
- Die Autorin kann Gedanken lesen, oder?!
''Manchmal sieht man so richtig tolle Überflieger Eltern. Sie habens irgendwie drauf, zu jedem Thema das aktuellste zu sagen, sprudeln vor guten Ratschlägen, und glänzen mit gelungenen Beispielen aus dem eigenen Leben - und sind dabei auch noch sehr nett.''
-... und auch die Autorin sagt es: ''Vergleiche hindern am zufrieden sein.''
Also vergleiche dich niemals mit anderen Müttern. Oder deine Kinder mit anderen Kindern.
Meistens ist all das tolle was diese Eltern erzählen nur zu Hälfte wahr.
Sie ist keine bessere Mutter als du und die Kinder keine besseren als deine!
''Wenn die grundsätzlichen Meinungen eines Paares so sehr auseinander gehen, dass ehemalige Geimeinsamkeiten zu schmerzhaft fehlen, bleibt manchmal keine andere Möglichkeit, als verschiedene Wege zu gehen.
Wir befürchten, für die Kinder sei es nicht gut. Aber schließlich müssen wir akzeptieren, dass eine Entscheidung gefällt werden muss, weil es auf die bisherige Weise nicht mehr weitergeht und sich die Krise nicht gemeinsam meistern ließ.
Und aus einer Trennung ergeben sich immer Chancen, die es vorher nicht geben konnte.
Erscheint das Auseinandergehen im ersten Augenblick katastrophal, so lässt sich bei allen Menschen, die sich trennen mussten, festellen, dass sie in der Folge glücklicher und zufriedener wurden, als sie es während der unglücklichen Bezeihung je sein konnten.
Unsere Kinder werden trotzdem, oder sogar deswegen glücklich und zufrieden groß und erwachsen werden, weil wir ihnen Vertrauen und Lebensfreude vermitteln können, egal, was um uns herum passiert.
- Was soll ich dazu noch sagen?! Meine Situation. Ich hab das hinter mir und kann die Worte der Autorin nur bestätigen.
Die letzten Monate in meiner vorigen Beziehung waren nicht mehr schön. Ich war nicht mehr glücklich. Und das spürten meine Mädels. Es wurde nur gestritten, laut angeschrien und aus dem Weg gegangen.
Ich versteckte mich Zuhause, hatte keine Lust auf nichts, fiel in ein Tief... Da musste ich raus. Ich musste was ändern. Für mich und meine Kinder. So ging es nicht weiter.
Und jetzt?! 8 Monate ist die Trennung schon her....
Ich bin wieder glücklich und somit auch die Kinder.
Wir sind kein Liebespaar mehr. Aber bleiben immer ihre Eltern.
Ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen und empfehle es wärmstens weiter.
An einer Stelle im Buch, steht noch, dass man wenn man mit seinen Kindern spielt, oder sie einem was erzählen, immer aufmerksam sein soll.
Leg dein Handy weg! Schalte deine Gedanken (was koch ich heute, wieviel Geld ist noch auf dem Konto, usw) ab. Schenke all deine Aufmerksamkeit und Zeit dem Kind. Genieße das zusammensein mit ihm!
Als ich ihre Worte laß, habe ich mich oft darin gesehen.
Nicht immer, aber anscheinend doch zu oft, spiele ich nebenbei mit dem Handy, wenn wir auf dem Spielplatz sind, mache ich mir Gedanken über gewisse Dinge, während Juli mir was tolles zu erzählen versucht.
Oder ich schaue nicht genau hin, wenn sie sagt: ''Guck mal Mama, ich stehe auf einem Bein'', weil ich es schon hunderte male gesehen habe. Aber auch beim 200. mal sollte man genau hinschauen und nur ihr Aufmerksamkeit schenken.
Ein Tip von Constanze von Gersdorff-Hucho:
Schreibe in dein schönsten Notizbuch, was du Erfreuliches und Angenhemes erlebt hast, und auch was du inzwischen Tolles ereicht hast.
Die Geburt deines Kindes gehört natürlich dazu.
Du wirst sehen: schon der Anblick des Buches macht gute Laune und schenkt Vertrauen, denn dort steht es schwarz auf weiß: Da lief schon vieles gut!